Der Gampenpass – Grenzen überwinden
Der 1.300 m hohe Gampenpass liegt an der niedrigsten Stelle zwischen dem Etschtal und dem Nonstal. Von Lana aus gelangt man über Tisens nach St. Felix und weiter zum Gampenpass. Von Süden erreicht man den Pass aus dem Nonstal über die Ortschaft Fondo.
Durch seine strategische Lage rückte der Gampenpass immer wieder in das Blickfeld militärischer Interessen. Zwischen 1810 und 1815 verlief die Grenze zwischen dem neu gegründeten Staat Italien und dem Königreich Bayern hier am Gampenpass.
Kurz vor den Zweiten Weltkrieg baute das italienische Militär hier eine große Bunkeranlage, deren Reste heute besichtigt werden können. In nur neun Monaten Bauzeit entstand eine riesige Anlage mit über 2000 Metern Korridoren auf vier Stockwerken. Sie war angelegt für eine 150 Mann starke Besatzung. 1941 musste der Bau aufgrund von Geld- und Materialknappheit aufgegegeben werden.
Heute ist der Pass besonders bei Motorradfahrern und Rennradlern sehr beliebt, weil die Fahrt viele schöne Ausblicke z.B. über das Etschtal bereithält.
Für Mountainbiker ist der Gampenpass ein wichtiger Übergangspunkt bei den Transalp-touren.
Gampen Gallery
In einem der restaurierten Bunker ist eine Fotoausstellung über Bergvölker aus aller Welt zu bewundern. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Reinhold Messner realisiert.
Weitere Infos:
www.gampengallery.it



